Jeder redet im Moment über hybride Meetings. Aber wie fühlen sich hybride Meetings eigentlich an, in der Moderation und als Teilnehmende?

Viele von den Diskussionen sind noch theoretischer Natur – und bekanntermaßen kommt selbst bei den besten Theorien oft die Praxis dazwischen.

Deshalb haben wir einen Workshop designed, der alle Elemente eines normalen Meetings hat – um in der Moderation hybrider Meetings die wichtigsten Anwendungsfälle zu erleben.

Ankommen. Präsentation. Austausch. Diskussion. Kreatives Erarbeiten.

Mit diesem Workshop wollten wir die Teilnehmenden die Herausforderungen, Grenzen aber eben auch die Chancen hybrider Meetings erleben lassen.

Die Kurzfassung vorweg: Es hat geklappt. Bereits nach 45 Minuten waren alle platt.

Inklusive Workshopmoderatorinnen 😎

Es waren anstrengende 90 Minuten, für alle. 90 Minuten, die ihren Zweck wunderbar erfüllt haben: Das Bewusstsein der Teilnehmenden für hybride Meetings zu schärfen.

Moderation von hybriden Meetings – wichtig zu wissen

Die Teilnehmenden hatten im Anschluss verinnerlicht, dass…

  • hybride Meetings kein Selbstläufer sind
  • nicht automatisch die beste Lösung sind, nur weil ein paar “zufällig” an einem Ort sind
  • hybride Meetings ganz andere Anforderungen an die Planung und Moderation stellen
  • technischen Souveränität wichtig ist
  • sie eine wunderbare Möglichkeit sind, die räumliche Nähe zu nutzen – wenn sie gut gemacht sind.

Damit diese Erkenntnisse reifen konnten, haben wir viele Situationen in unterschiedlichen Fcetten durchlebt.

Hier ein paar Auszüge mit Schwerpunkt auf Präsentationen.

Was es braucht, um ein hybrides Meeting erfolgreich werden zu lassen, findet ihr im Blog-Post Hybride Meetings – worauf es ankommt, damit es gut wird.

Powerpoint präsentieren im hybriden Meeting – die große Herausforderung in der Moderation

“Wo guck ich jetzt eigentlich hin?”

[Ich bin ja der tiefsten Überzeugung, dass es für Informationsvermittlung bessere Möglichkeiten gibt als Meetings – da Meetings aber immer noch viel zu oft dazu verwendet werden … gibt es diesen Artikel ]

In die Kamera? Und damit gar nicht zu denen im Raum? Zu denen im Raum? Oder lieber gleich an die Decke? Wenn der Raum nicht ideal ausgestattet und bestuhlt ist, führen Präsentationen fast zwangsläufig dazu, dass ihr jemandem die kalte Schulter zeigt. Einfach weil ihr nicht immer überall hinschauen könnt. Deshalb: Präsentationen lieber als remote only machen. Und dann das hybride Setting für wirkliche Zusammenarbeit und das Nutzen der räumlichen Nähe nutzen.

Präsentieren im Referentenmodus? Wenn du in Microsoft Teams präsentierst, dann sehen alle anderem im Raum auch die Referentenansicht. Und wenn du dann noch in die Kamera schaust, dann hast du auf jeden Fall die Leute abgehängt. Und zwar die, die dir eigentlich am nächsten sind, die im Raum.

Idealerweise hast du einen zweiten Rechner oder Tablet, über das du die Präsentation einspielen kannst (nochmal: Präsentationen auf ein Minimum begrenzen!!).

Wenn der Moderator nur noch Folien sieht im hybriden Meeting

“Wo sind jetzt eigentlich die anderen?”

Wenn ihr Folien teilt, dann nehmen diese meistens den ganzen Screen ein. Und alle anderen verschwinden. Wenn ihr Euch bewusst für ein hybrides Meeting entscheidet, dann solltet ihr Euch auch gleichzeitig für ein Minimum an Folien entscheiden. Denn in den meisten Tools ist es so, dass wenn ihr präsentiert, ihr keinen anderen mehr seht. Geht den anderen im Raum übrigens genauso.

Wenn überhaupt, dann “Einer remote, alle remote”.

Wenn du wirklich überzeugt bist, dass alle zur gleichen Zeit zusammen kommen müssen, um eine Frontalbeschallung zu erleben (die alternative sind z.B. Videos, Audiospuren in Folien oder einfach gute Texte), dann ist hybrid die schlechteste Wahl. Statt dessen lieber alle remote teilnehmen lassen und dann für den Austausch, den interaktiven Teil zusammen kommen. Für den Teil, wo ihr die räumliche Nähe wirklich nutzen könnt.

Lust, die Überforderung selbst zu erleben?
Oder einfach zu lernen, was es braucht, um einfach gute hybride Meetings zu machen?

Meld’ dich einfach bei uns. Wir freuen uns darauf, mit dir und deinen Kollegen in die Welt der hybriden Meetings einzutauchen.

Wir, das sind Sonja Hanau von der meetingschmiede und Gesine Engelage-Meyer von teamElephant. Im Sommer 2020 haben wir einen Think&ExperimentTank gegründet, um das Thema hybride Zusammenarbeit und hybride Meetings so zu verinnerlichen und aufzubereiten, dass wir Euch jetzt komprimiert, fokussiert und mit Leichtigkeit unser Wissen und unsere Erfahrung weitergeben können. Die Reise geht weiter…

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